Weit über 1.000 Kilometer Reichweite für Elektroautos




Quantensprung für die Reichweite und die Ladezeiten bei Elektroautos

19. November 2020
Zwei renommierte Forschungsunternehmen haben eine Technologie für Akkus entwickelt, die sowohl die Ladezeit deutlich schneller macht als auch die Reichweite für Elektroautos in ganz neue Dimensionen bringt. Verfügbar sollen die sogenannten SALD-Akkus 2022/2023 sein.

 

Die Forschungsinstitute Fraunhofer und The Netherlands Organisation (TNO) haben eine neue Akkutechnologie entwickelt, die Elektroautos künftig Reichweiten über 1.000 Kilometer oder möglicherweise sogar 2.000 Kilometer ermöglichen soll. Neben der Reichweite können die SALD-Akkus auch fünfmal schneller geladen werden. Dies ermögliche, dass ein E-Auto in 20 Minuten vollständig geladen werden kann. Verfügbar soll die Technologie für E-Autos frühestens 2022 sein.   

Für die Vermarktung zur industriellen Massenfertigung wurde eigens dazu die niederländische Firma SALD BV in Eindhoven gegründet. Der Name basiert auf dem patentierten Verfahren "Spatial Atom Layer Deposition", mit dem im industriellen Maßstab Beschichtungen aufgetragen werden können, die so dünn wie ein einziges Atom sind. Die sogenannten SALD-Akkus sind eine Weiterentwicklung der heutigen Lithium-Ionen-Technologie. "Dadurch kann ein E-Auto entweder mit kleineren Batterien weit über 1.000 Kilometer oder mit größeren Akkupacks in Zukunft sogar über 2.000 Kilometer ohne Nachladen fahren", sagt SALD-CEO Frank Verhage. SALD-Batterien könnten nicht nur in Automobilen, sondern auch in Smartphones zum Einsatz kommen. Das Unternehmen habe bereits Fertigungsmaschinen für Kleinserien in Betrieb, die großindustrielle Produktion stünde jedoch noch bevor.




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