Wie bekomme ich die maximale Förderung?

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe einer Kaufprämie den Absatz neuer und junger gebrauchter Elektrofahrzeuge zu fördern. Auch für private Ladestationen gibt es jetzt einen Zuschuss. Wir zeigen dir, wie du das Maximale für dich rausholst und was es alles zu beachten gilt.


Auf einen Blick

  • Der Umweltbonus von bis zu 9.000 Euro gilt für Elektroautos und von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge.

  • Die Prämie gilt für Neuwagen, Gebrauchtwagen und Leasingfahrzeuge.

  • Gefördert werden nur Fahrzeuge, die auf der BAFA-Liste stehen.

  • Auch für private Ladestationen gibt es jetzt eine bundesweite staatliche Förderung von bis zu 900 Euro pro Ladestation.

  • Seit dem 16. November kann der BAFA Umweltbonus mit drei staatlichen Förderprogrammen kombiniert werden.



Attraktive Förderprämien

Bis zu 9.000 Euro Kaufprämie beim Kauf eines Elektroautos? Dank der Erhöhung des Umweltbonus des Bundes ist der Umstieg vom Benziner zum umweltfreundlichen E-Auto noch einmal deutlich attraktiver geworden. Darüber hinaus gibt es auch einen Investitionszuschuss für den Einbau einer privaten Ladestation in Höhe von 900 Euro pro Ladepunkt.


Elektroautos in Deutschland

In Deutschland waren Anfang des Jahres 2020 knapp 140.000 Elektroautos zugelassen. Damit hatten Pkws mit Verbrennungsmotor noch immer einen Anteil von 98 Prozent. Die Bundesregierung hat daher am 3. Juni 2020 eine Verdoppelung der Kaufprämie für Elektroautos, den sogenannten Umweltbonus, beschlossen. Mit diesem Schritt sollen klima- und umweltfreundlichere Elektrofahrzeuge gefördert und der CO2-Ausstoß verringert werden.


Kaufprämie für Elektroautos

Der Umweltbonus wird zu einem großen Teil vom Bund, aber auch von den Autoherstellern gestemmt. Günstigere Autos erhalten dabei einen höheren Zuschuss als teurere. Bei einem Nettolistenpreis unter 40.000 Euro gibt es für Elektroautos 9.000 Euro Kaufprämie, für Plug-in-Hybrid-Modelle sind es 6.750 Euro. Bei über 40.000 Euro Nettolistenpreis beträgt die Kaufprämie für Elektroautos 7.500 Euro, für Plug-ins 5.625 Euro. Die Summe setzt sich zusammen aus dem Anteil des Bundes und des Herstellers. Der Umweltbonus wird nur für Fahrzeuge gewährt, wenn der Nettolistenpreis des Basismodells maximal 65.000 Euro beträgt.


Kaufprämie E-Autos:


Der Weg zum Umweltbonus

Fördergelder oder staatliche Zuschüsse sind für den Begünstigten oft mit hohem bürokratischen Aufwand verbunden. Beim Umweltbonus ist das nicht der Fall, aber es gibt auch hier ein paar Dinge zu beachten:


1. Welche Voraussetzungen gelten

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die das Fahrzeug als Käufer oder Leasingnehmer mit Eigennutzung zugelassen ist. Infrage kommen elektrisch betriebene, reine Batterieelektroautos und Brennstoffzellenfahrzeuge, darüber hinaus von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge, deren maximale CO2-Emissionen 50 Gramm je gefahrenen Kilometer nicht übersteigen und die eine Mindestreichweite von 40 Kilometern haben. Das Auto muss mindestens sechs Monate auf den Antragsteller im Inland zugelassen sein.




2. Welche Autos infrage kommen

Das begünstigte Modell muss sich auf der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) veröffentlichten Liste befinden. Für Neuwagen gibt es die Prämie immer, bei gebrauchten Fahrzeugen gilt sie nur bei einer Zweitzulassung, wenn das Fahrzeug davor maximal zwölf Monate zugelassen war und bei der Erstzulassung noch kein Umweltbonus in Anspruch genommen wurde. Außerdem darf das Auto nicht mehr als 15.000 Kilometer gefahren worden sein.


Für jedes Fahrzeug gibt es also nur einmal diese Möglichkeit. In der e-mobilio Kaufberatung wird automatisch aufgezeigt, ob und in welcher Höhe ein Umweltbonus verfügbar ist.



3. Wie der Antrag gestellt werden muss

Eine Antragstellung ist nur für Fahrzeuge möglich, deren Zulassung bereits erfolgt ist. Die Antragsstellung erfolgt online auf bafa.de/umweltbonus. Es darf nur das von der BAFA vorgegebene Formular verwendet werden. Beim Kauf des Fahrzeugs muss eine Kopie der Rechnung eingereicht werden, bei einem Leasingfahrzeug eine Kopie des Vertrags. Eine Bescheinigung der Zulassungsstelle ist nicht notwendig, sondern wird automatisch digital übermittelt.


Bei einem Gebrauchtwagen wird eine Bescheinigung einer amtlich anerkannten Prüforganisation, etwa der Deutschen Automobil Treuhand (DAT), verlangt, welches die maximale Laufleistung von 15.000 Kilometern belegt und einen Nachweis über die Zeiten der Abmeldedauer sowie einen Nachweis des Listenpreises des Neufahrzeugs beinhaltet. Beim Kauf beim Händler wird in der Regel all dies von ihm übernommen. Das Formular der BAFA für die Gebrauchtwagenförderung findest du hier.

Der BAFA Umweltbonus kann seit dem 16. November mit folgenden Förderprogrammen kombiniert werden:

  • Den Förderrichtlinien Elektromobilität und Markthochlauf NIP2 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur
  • Dem Sofortprogramm "Saubere Luft"
  • Dem Flottenaustauschprogramm "Sozial und Mobil" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit



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Unsere Fördermittelspezialisten übernehmen für dich ganz bequem die Beantragung des BAFA Umweltbonus. Zusätzlich wird geprüft, ob noch weitere Förderprogramme auf regionaler und Landesebene für dich infrage kommen.


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Förderung von Ladestationen

Erst kürzlich wurden auch Fördermittel für private Ladestationen (Wallboxen) von der KfW genehmigt. Ziel der Förderung ist es, Privatpersonen zu motivieren, auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzusteigen und hierfür eine ausreichende Ladeinfrastruktur im privaten Bereich zu schaffen. Dabei muss beachtet werden:



1. Welche Voraussetzungen gelten

Gefördert werden Lade­stationen an Stell­plätzen und in Garagen, die zu Wohngebäuden gehören und nur privat zu­gänglich sind. Die Förderung kann von privaten Eigentümern, Wohnungseigentümergemeinschaften, Mietern und Vermietern beantragt werden. Bezuschusst werden der Kaufpreis einer neuen Lade­station und die Kosten für Einbau und An­schluss der Lade­station, inklusive aller Installations­arbeiten. Darüber hinaus gelten folgende Voraussetzungen:

  • Die Ladestation darf nur zum Aufladen selbstgenutzter Elektrofahrzeuge verwendet werden und muss über eine intelligente Steuerung verfügen.

  • Die Ladestation muss einen oder mehrere Ladepunkte mit einer Ladeleistung von genau 11 Kilowatt pro Ladepunkt aufweisen. Ein Installateur kann auch eine 22 Kilowatt Box auf 11 Kilowatt einstellen.

  • Die Einbaumaßnahmen werden durch ein Fachunternehmen vorgenommen. 

  • Die geförderte Ladestation wird ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme mindestens ein Jahr zweckentsprechend genutzt und darf in diesem Zeitraum nicht veräußert werden.

  • Der für den Ladevorgang erforderliche Strom stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. 

 Die technischen Anforderungen an eine Ladestation für eine Förderung findest du hier.

Welche Ladestationen die KfW bezuschusst, kannst du hier nachlesen.


2. Wie hoch die Zuschüsse sind 

Pro Ladepunkt erhältst du einen Zuschuss von 900 Euro. Die Gesamtkosten für den Ladepunkt, den Einbau und Anschluss müssen auf jeden Fall über diesem Betrag liegen, sonst bekommst du keinen Zuschuss! Werden in einer Wohneinheit/Garage mehrere Ladepunkte eingerichtet, gibt es 900 Euro für jeden Ladepunkt. Liegen bei zwei oder drei Ladepunkten die Kosten unter jeweils 900 Euro pro Ladepunkt, wird die Förderung gekürzt. Um die Förderung komplett auszuschöpfen, sollten die Kosten bei zwei Ladepunkten bei mindestens 1.800 Euro liegen, bei drei Ladepunkten bei über 2.700 Euro usw. Die Förderung erfolgt in Form eines Investitionszuschusses, der nicht zurückbezahlt werden muss.

Bei den Gesamtkosten können folgende Leistungen berücksichtigt werden: 

  • Ladestation 

  • Lademanagement zur Steuerung von Ladestationen

  • Netzanschluss

  • notwendige Elektroinstallationsarbeiten und bauliche Maßnahmen




3. Wie der Antrag gestellt werden muss

Die Antragstellung erfolgt direkt über das Zuschussportal der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Der Antrag muss jedoch vor dem Kauf und dem Einbau erfolgen! 

 Erst nach einer Bestätigung für den Zuschuss darf mit den Arbeiten begonnen werden und es muss die Identität des Antragstellers verifiziert werden – über die Schufa oder eine Video-Identifizierung. Erst nach der Genehmigung solltest du den Einbau bei einer Firma beauftragen. Nach Abschluss musst du die Rechnungen für den Kauf und die Installation über das KfW-Zuschussportal hochladen. Erst dann bekommst du die Förderung ausbezahlt – in der Regel am Ende des Monats nach erfolgreicher Prüfung. Der Nachweis muss spätestens neun Monate nach Antragsbestätigung der KfW erfolgen.

Die Rechnung muss folgende Punkte beinhalten:

  • die Anforderungen gemäß Umsatzsteuergesetz (Steuernummer)

  • die förderfähige Ladestation und die Arbeitsleistung 

  • die Adresse des Investitionsobjekts

Die Rechnungen über die erbrachten Leistungen dürfen dabei nicht bar bezahlt worden sein.


4. Ob eine Kombination mit anderen Fördermitteln möglich ist 

Zusätzliche Fördergelder erhältst du für die Installation einer Photovoltaik-Anlage für Solarstrom, barrierefreie Zugänge des Stellplatzes oder der Garage und Schutzmaßnahmen gegen Einbruch in Haus und Garage.

Beachte: Eine Kombination mit einer steuerlichen Anrechnung der Kosten für die Ladestation in der Einkommensteuererklärung ist nicht möglich.



Welche Förderungen gibt es noch?

Neben dem Umweltbonus gibt es noch einige weitere Fördermöglichkeiten und Zuschüsse, wie z. B. die Kfz-Steuerbefreiung und Vergünstigungen bei der Dienstwagensteuer.




Fragen & Antworten


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